Das Oregon 600 wird ob seines Displays gerühmt, darin unterscheidet es sich von seinen Vorgängern.
In der Tat kann man selbst bei tiefstehender Sonne und Fahrt in ihre Richtung (echt beschissenenes Gegenlicht) jetzt im Winter auf dem Fahrrad noch seinen Track sehen und ihm folgen.
Die grauen Häuseinträge in der Topo Deutschland reduzieren den Kontrast erheblich, was beim Fahren gegen die Sonne mir genau in der abgebildeten Situation Probleme bereitete. Ich habe damals angehalten und die Karte mit Sonne im Rücken betrachtet, um sicher zu stellen, dass ich auf dem Track war und mich nicht verfahren hatte. Ggf. würde in solchen Situationen die Navigation ohne Karte besser sein, die Karte lässt sich ja via Einstellungen_Karte_Karten konfigurieren leicht deaktivieren und aktivieren. Das sieht dann so aus:
, sonst werden die grauen Häuser trotz minimaler Detailanzeige wieder eingeblendet und der Kontrast ist wieder im Arsch.
Einen 60m-Maßstab kann man mit den + - Tasten gar nicht einstellen, den kann man nur durch Ziehen oder Spreizen (Gesten) der Finger realisieren. Ist er so eingestellt, bleibt er erhalten, bis man ihn per + - Tasten oder durch Ziehen oder Spreizen der Finger ändert.
Der 80m-Maßstab hat sich bei meinen Touren sehr bewährt, daher ist das Verschwinden der grauen Häuser bei diesem Maßstab für mich bestens.
Um als Einsteiger mit dem Garmin Oregon 600 zurechtzukommen, empfehle ich die Anschaffung von
Wenn wir nicht in der Fülle von Infos absaufen wollen, nutzen wir den vorzüglichen Überbllick über vernünftige Oregon 6xx-Einstellungen
, sodass es selbst in der Praxis wohl sehr seltenen Extremsituationen wie einem verschnörkelten Track durch den Benrather Schlosspark gewachsen ist. Nachstehend daher der historische Einstieg in die Problematik.
Folgenden Schwachsinn streiche ich:
Eindeutig kann man an einer Trackkreuzung oder Trackeinmündung (Anfahrt zu einer Trackrunde) die weitere Richtung durch farbliche Kodierung eines Wegpunktes VOR DER KREUZUNG festlegen. Dabei hilfreich ist die farbliche Codierung in der Seefahrt: Backbord links ist rot, Steuerbord rechts ist grün. Geradeaus könnte man in einer Kreuzung durch Weglassen einer Markierung zeigen, Weglassen jeglicher Farbe aber liefert schwarz.
Daher setze ich nun zur farblich klaren Codierung an einer Trackmündung und in einer Kreuzung rot für links und grün für rechts ein, schwarz bedeutet den mittleren Weg in einer Kreuzung, also meist mehr oder weniger geradeaus.
Von Routennavigation beim Radfahren rate ich schlicht und einfach ab. Tracks sind viel besser. Das elende Gepiepe und die blöden weißen Pfeile, die das Bild versauen, stören mich nur.
Das einzige Problemchen von Tracks ergibt sich dann, wenn der Track sich selber kreuzt oder bei einer Rundtour mit "Stabanfahrt" in sich mündet, dieses ist leicht lösbar mit simplen Wegpunkten VOR UND NICHT HINTER der Kreuzung oder Mündung, welche auf die richtige Richtung hinweisen.
Da eine Kreuzung oder Mündung mindestens zweimal passiert wird, kann durch die Farben Rot (Anfang der Tour) und Schwarz (Ende der Tour) des Wegpunktsymbols und ggf. zusätzlich noch durch die Namen der Buchstaben A(anfang) bzw. E(nde) die Reihenfolge der Gültigkeit der Wegmarken hinter der Kreuzung bezeichnet werden.
SCHWACHSINNIGES SINNLOS KOMPLIZIERTES BEISPIEL
für eindeutige Kennzeichnung des Trackverlaufes an einer Track-Kreuzung, durch Setzen farbiger Wegpunkte, die in Richtung des weiteren Trackverlaufes durch farbliche Kodierung der weiteren Fahrtrichtung (rot: links; grün: rechts, schwarz: geradeaus bzw. mittlere der drei Möglichkeiten in schwiefwinkliger Kreuzung) eines Wegepunktes vor der Kreuzung
Fahre bei einem grün codierten Wegepunkt den rechten Ast
Fahre beim rot codierten Wegepunkt den linken Ast
Fahre beim schwarz codierten Wegepunkt den mittleren Ast
Beispiel: In der Parkmitte hat man 5 Möglichkeiten, durch p2 aber ist sofort klar, wo es weitergeht.
Ein Track sollte auch immer einen Startpunkt haben und bei Rundtouren noch eine zweite Wegmarke, die einen auf die richtige Richtung im Track zwingt.
Es sind daher zwei Punkte zu setzen, S1 und S2. Dann steigt man eindeutig in die Tour ein. Alles weitere regeln die Wegmarken NACH Berührungspunkten des Tracks mit sich selbst.
Zugegebenermaßen fehlen diese Marken in meinen Tracks, das würde im Basecamp nur stören. Also unbedingt selber anlegen! Und auch die Wegmarken NACH Kreuzungen der Tracks mit sich selbst, falls solche in meinen Touren wo sein sollten, selber anlegen!
Fehlen in einem Track Wegmarken nach Kreuzungen, so kann man sie auch auf der Fahrt selber an der Kreuzung erzeugen:
- man geht ins Höhenprofil
- klickt dort einen Punkt hundert Meter weiter als der momentane Standort in der Tour HINTER der Kreuzung,
- man sieht nun klar, wo es weitergeht
- Wegpunkt speichern
- Schwachsinn:
Farbsymbol rot, grün oder schwarz vergeben. FERTIG!! Mehr ist nicht zu tun!
Falls man unbedingt meint, Routennavigation probieren zu müssen, kann folgendes helfen:
Von Bedeutung ist es, Routen, die in Basecamp aus Tracks erzeugt werden, im DIREKT-MODUS zu belassen.
JA NICHT IM TOURRADMODUS NEU BERECHNEN LASSEN UND DIE NEU BERECHNETEN ROUTEN ANS OREGON SENDEN!
Grund: Routen-Exporte aus dem Basecamp im Tourradmodus sind verkappte Tracks, die nur widerwilligst beim LOS vom jeweiligen Standort zum Routenstart "angeroutet" werden.
Direkt-Modus-Routen-Exporte (diese Routen erzeugt man aus Tracks, indem man die Punkte auf unter 50 limitiert) aus Basecamp hingegen werden beim LOS! im Oregeon neu berechnet und man wird zusätzlich von seinem Standort zum Routenstartpunkt hingeroutet. Im Basecamp können allen Routenpunkten mit Ausnahme von Start und Ziel durch Markieren in einem Aufwasch Alarme zugeordnet werden.
Angesichts der simplen Steuerung des Tracks bei Kreuzungen mit Wegpunkten hinter der Kreuzung empfehle ich zum Radfahren keine Routen mehr! Daher ist folgender Satz durchgestrichen:
Ich empfehle nun, für eine völlig neue Tour nicht nur den Track aufs Oregon zu spielen, sondern auch eine im Basecamp aus dem Track erzeugte Direktroute besonders dann, wenn der Track sich selber kreuzt: ACHTERTRACKS!
Es gibt auch eine Kompass + Distanz zum Ziel-Logik, durch die man im Track ermitteln kann, ob man bei einer Trackkreuzung die richtige der drei Möglichkeiten erwischt hat. Diese hat sich aber bei meinen Experimenten als durchaus störanfällig erwiesen und wird nicht mehr empfohlen.
Daher die Empfehlung: HINTER Trackkreuzungen eine Wegmarke errichten und ihr folgen.
Man kann also eindeutig aus der Farbe der Marke lesen, welchen der drei Trackäste man bei korrektem Weiterfahren des Tracks an der Kreuzung benutzen muss. Den Kompass kann man danach ggf. zur Kontrolle nutzen, sein Richtungspfeil muss nach der Kreuzung sofort in Fahrtrichtung zeigen.
im Kompass wird dann der Richtungszeiger unbeirrt weiter in Fahrtrichtung zeigen und nicht wie beim Auffahren auf einen falschen Ast umkippen
im Reisecomputer wird die Distanz zum Ziel weiter kontinuierlich abnehmen und nicht zunehmen wie beim Auffahren auf einen falschen Ast
- in der Praxis allerdings ist das Gehampel mit Distanz zum Ziel und Kompass ätzend und der eindeutigen Fahrtrichtungsmarkierung mit Hilfe von Wegmarken HINTER der Kreuzung unterlegen.
Parkt man abseits der Route, wird man beim Aufruf der Route bequem vom Parkplatz auf die eigentliche Route hingeführt!
Viel besser ist es aber, ganz einfach den Routenstart grundsätzlich als schwarz markierten Wegpunkt S1 parat zu halten, ihn aufzurufen und sich per LOS auf ihn sich hinrouten zu lassen.
Will man wirklich sich den Käse mit Routennavigation einer Tour anschauen, so empfehle ich, unbedingt den Track angezeigt auf der Karte parat zu halten, damit man von der meines Erachtens ätzenden Routennavigation auf die viel einfachere und bessere Tracknavigation umzusteigen kann.
Man kann den Track durch "Auf Karte zeigen" auf der Karte neben einer Route sichtbar halten, sodass Abweichungen erkannt werden und man dann ggf. auf die Tracknavigation umsteigt. Oder man fährt via Routennavigation auf die Tour und steigt, nachdem via Routennavigation der "Drehsinn" der Tour klar ist, auf die Tracknavigation um.
FAHRRAD-HALTERUNG:
Fahrrad-Halterung für Garmin-Oregon 600 >>
Diese
Halterung wird mit Kabelbindern befestigt, auf Metall-Lenkstangen
verrutscht sie ständig, insbesondere auf holprigen Wegen.
Eine
Umklebung der Lenkstange mit Leukoplast hat die Kabelbinderbefestigung rutschfester und stabiler gemacht (viel bessere Reibungshaftung), Dies war aber langfristig nicht ausreichend!
Langfristig stabile Befestigung der Fahrrad-Halterung für Garmin-Oregon 600
- Mit Leukoplast eine Basisumwicklung der Lenkstange durchführen,
- danach Klettband aufs Leukoplast kleben und
- danach noch auf die Halterung selber ein passendes kleines Hakenband-Stückchen aufkleben. Es wird so die Halterung quasi durch einen Klettverschluss am Lenker vorfixiert.
- Dann werden die Kabelbinder eingezogen und festgezogen,
So hält die Halterung endlich richtig stabil. Das Garmin-Oregon ist ja kein leichter Tacho!
Kabelbinder habe ich vorsorglich gesondert gekauft, von den 4 Garmin-Bindern waren 2 spröde. Es wäre ein Riesenmist, wenn wegen billiger Soll?bruchstellen zweitklassiger Kabelbinder ein sonst so vorzügliches Gerät (es ist August 2016 und das Gerät hat schon über 13000 Kilometer Tracks klaglos aufgezeichnet, So was ist schon Qualität!) Schaden nähme.
KARTEN:
Die TOPO Deutschland gibt es im Bundle relativ günstig, bei Einzelkauf von Garmin-Karten sind diese viel teurer. Daher empfehle ich das Bundle. Damit kann man in Deutschland sofort loslegen und braucht sich um Kopierprobleme zunächst nicht zu kümmern.
Allerdings fehlt da eine Legende. Wir behelfen uns mit der
Legende für die 2012er Karte >>
Wenn man allerdings beliebige Karten (vor allem die kostenlosen Opren Source-Karten) parallel nutzen möchte, muss man all seine Karten auf eine größere microSD-Karte kopieren.
Dann braucht man das nicht ganz einfache Know-How, das ich im folgenden erörtere.
ALLE KARTEN ZUSAMMENFÜHREN (AUCH GARMIN-KARTEN!)
Es gibt auch sehr gute OS (Open Source)-Karten, deren gmasupp.img man in xy.img umbenennen und auf eine eigene z.B. 32 GB SD-Karte (ja nicht auf die mickrige 4 GB SD-Karte der TOPO Deutschland von Garmin) nach z.B. F:\\Garmin\ kopieren kann.
Der Haken ist: im Garmin-Gerät wird eine Kopie der gekauften TOPO Deutschland auf einer frischen microSD-Karte nicht akzeptiert.
Würde man die TOPO-Deutschland durch Download kaufen, so wäre sie nach meinem Kenntnisstand durchaus kopierfähig (unlocked).
Von Garmin via Download gekaufte Karten sind also unlocked und können beliebig auf eine microSD-Karte zusammenkopiert werden und grenzüberschreitend bei gemeinsamer Aktivierung genutzt werden. Diese Karten sind allerdings recht teuer.
Nur die aus DVD's stammenden oder im Bundle verbilligt auf Garmin-microSD gekauften Karten sind gegen Kopieren präpariert (locked).
Um unsere Bundle-Karten in Wahrnehmung des Rechtes auf Privatkopie kopieren zu können, studieren wir das
hier >> Das Tool laden wir
hier >> herunter. Zur Zeit gilt
dieses Zip >>
Es handelt sich hier um ein Kommandolinien-Tool. Wir kopieren daher gimgunlock.exe zusammen mit einer (von uns im Bundle gekauften) Garmin-Image-Datei xy.img in irgendein Verzeichnis auf der Festplatte c, z.B. C:/ulo/
Dann win + x, Eingabeaufforderung (Administrator). Dann
cd C:/ulo/
Danach
gimgunlock.exe xy.img
und schon macht das gute Tool aus unserer zunächst als Sicherheitskopie unbrauchbaren Bundle-Karte eine kopierfähige Version, die wir beim grenzüberschreitenden Radeln oder falls die Original-Gramin-SD-Karte abkacken sollte, nutzen können.
Problemlösung grenzüberschreitendes Radeln mit Garmin Karten
Um zum Beispiel beim Fahren zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern sowohl die deutsche als auch die Karte aus dem Nachbarland durch gleichzeitiges Laden nach Aktivieren nutzen zu können,
müssen jeweils beide Garmin-Karten auf eine mikro-SD-Karte kopiert werden, anders geht das nicht.
Kauft man die Karten bei Garmin via Download, ist das kein Problem, diese Files sind vermutlich unlocked und können auf beliebige microSD's kopiert werden und grenzüberschreitend durch Aktivieren beider Karten genutzt werden. Falls sie wider meine Erwartung dennoch locked wären, habe ich oben die Methode zum Unlocken beschrieben. Grundsätzlich fällt das Unlocken unter das Recht auf Privatkopie, dies sei der Vollständigkeit halber noch angemerkt.
Anders ist dies bei locked-Versionen, die zum Beispiel aus einem Bundle oder von einer DVD stammen.
Die grenzüberschreitende Nutzung von aus Bundle's stammenden locked-Karten ist erst möglich, wenn man via gimgunlock.exe eine unlocked-Version erzeugt.
Im Web findet der Suchende aus der dritten Welt, für den Garmin-Karten im Download viel zu teuer sind, kostenlos alles, was er braucht.
Schau dich einfach mal hier um >>
KOSTENLOSE OPEN SOURCE KARTEN
Einen tollen Überblick über Links zu (kostenlosen) OS-Karten-Anbietern findet man bei
DE:OSM_Map_On_Garmin >>
Ein sehr guter Anbieter ist nun
velomap.org >> und den Download der NRW-Karte finden wir hier:
NRW-Velomap Download >> WEITERE VELOMAP KARTEN >>
Wird die velonordrhein-westfalen.exe ausgeführt, kann man sogar ohne SD-Karte die Karte in Basecamp sehen. Durch Ausführen = Doppelklicken von "create_gmapsupp_img_velomap.bat" im Verzeichnis C:\Garmin\velomap\nordrhein-westfalen kann man sich danach die Datei gmasupp.img erzeugen. Man wird nach Auflösungstyp gefragt: 2 ist für PC, 3 wäre für das Oregon. Danach benennt man die Karte und das Programm erzeugt die gmasupp.img, die man fürs Oregon und Basecamp beliebig umbenennen kann. Man kopiert sie ins Unterverzeichnis
garmin auf einer SD-Karte für den PC und ins Verzeichnis garmin auf einer Micro-
SD Karte wie zum Beispiel dieser >>
Für Monheimer Touren ist nun die TOPO-Deutschland ausreichend und im Basecamp kann man ja zur Planung mit einer Kopie der TOPO-Deutschland (in Zusammenarbeit mit Basecamp funktioniert eine Kopie, nur im Garmin-Gerät selber nicht) und der NRW-Velo-Karte auf einem Wechsellaufwerk arbeiten. Ein Mangel ist, daß die weltberühmte Balkanroute von Lennep nach Opladen noch nicht auf der TOPO-Deutschland eingezeichnet ist. Doch wenn wir einen Track dazu in unser Gerät laden und anzeigen lassen, haben wir quasi die Balkanroute eingezeichnet.
Zur Basisplanung eignet sich online der
Radroutenplaner NRW >> vorzüglich. Wichtige Grundrouten sind in seinen Karten hervorragend farblich hervorgehoben und werden vom Programm sehr gut berücksichtigt, wenn man z.B. von Alkenrath nach Burscheid eine Tour plant. Der Planer ist zum Teil wesentlich übersichtlicher als die teure TOPO-Deutschland und enthält selbstverständlich schon die Balkanroute.
Das Resultat seiner Planung kann man auch als GPX-File vom Radroutenplanter runterladen und in Basecamp importieren und weiterverarbeiten.
PULS-KM-HÖHE-DIAGRAMME
Beurer PM 80 Pulsuhr >>
Diese Pulsuhr hat einen ANT+ - Herzfrequenzsender mit Gurt, welcher problemlos mit dem Garmin Oregon 600 kooperiert. In den GPX-Dateien werden die Herzfrequenzen mitgeliefert und können in schönen Diagrammen dargestellt werden. Das Beurer-Diagramm zeigt die Herzfreuquenz als Funktion der Trainingszeit (nützlich bei Ergometer-Training), das Garmin-Diagramm zeigt die Herzfrequenz als Funktion der Streckenkilometer und Höhe.
Man kann sehen, ob steile Abschnitte einer Tour den Puls so versauen, daß er für den Rest der Tour erhöht bleit und wird beim zweiten Fahren auf solchen Abschnitten Zurückhaltung üben (sein Pulver nicht verschiessen!).